Montag, 12. Mai 2014

[Rezension #22] Ein Mord für Kay Scarpetta von Patricia Cornwell

Kurzinformation

Titel: Ein Mord für Kay Scarpetta (Kay Scarpetta #2)
Autor: Patricia Cornwell
Seiten: 412 Seiten
Preis: 8,95€
ISBN: 978-3442471645



Klappentext

Dr. Kay Scarpetta, Chief Medical Examiner in Richmond, Virginia, wird in einen besonders aufsehenerregenden Fall verwickelt: Die erfolgreiche Schriftstellerin Beryl Madison ist bestialisch ermordet worden. Und obwohl sie sich schon seit längerem bedroht fühlte, hat sie ihren Mörder anscheinend freiwillig ins Haus gelassen. Scarpettas einziger Anhaltspunkt ist ein verschwundenes Manuskript, an dem Beryl lange gearbeitet hat. Sein brisanter Inhalt scheint kostbarer zu sein als ein Menschenleben ...


Meine Meinung

Mir hat der zweite Band der Kay Scarpetta Reihe wirklich sehr viel Spaß bereitet – wenn ich ehrlich bin, sogar ein bisschen mehr, als Band 1 noch, da alles etwas schneller wirkte. Patricia Cornwell hat es geschafft, den Leser etwas näher an die Protagonistin Kay Scarpetta heranzuführen, da wir weitere Details aus ihrem vergangenen Leben erfahren, indem die Autorin Mark James, ein Ex-Freund, auf den Plan ruft. In diesem Rahmen gefällt es mir wirklich sehr gut, dass der Roman aus der Sicht der Protagonistin erzählt wird, da man viele Eindrücke gewinnt durch ihre Gedanken.

Wie bereits im ersten Band der Reihe enthält die Handlung viele Wendungen und es werden immer wieder neue Verdächtige gefunden. Zunächst soll es der Autor Cary Harper sein, der das Opfer Beryl Madison unterstützte und ihr zu ihrem Erfolg verhalf, nun aber verärgert ist, da sie an einer Biografie über ihn arbeitet. Lange scheint unklar, worum es darin gehen soll und was Beryl Madison ans Tageslicht bringen könnte, außerdem ist auch das Manuskript verschwunden. Genau dieses scheint aber die Schnittstelle zu sein, die zur Lösung des Falles benötigt wird.
Als weiterer Verdächtiger wird aber auch Robert Sparacino gesehen, der ebenfalls mit allen Mitteln das Manuskript der Biografie in die Finger bekommen möchte ...

"Ich bin zu alt, um Glück, Gesundheit und neue Beziehungen zu suchen. Mich beseelt die Vergangenheit. In ihr lebe ich. Sie sind noch jung, Dr. Scarpetta. Irgendwann einmal werden sie begreifen, was es bedeutet, nach rückwärts zu schauen." (S. 163)

In diesem Roman kommt mir die Protagonistin mit einem Mal viel „weicher“ vor. Sie beschäftigt sich auf eine ganz andere Art mit den Zeugen und scheint nicht mehr ganz so ehrgeizig zu sein, wie noch im ersten Band, in dem sie für mich nicht wirklich eine Persönlichkeit besaß. Diesmal gestalten sich die menschlichen Interaktionen viel ausgedehnter, was mir als Leser viel besser gefällt.
Auffällig finde ich persönlich allerdings doch, dass das Finale beider Romane in Scarpettas Haus stattfand und sie dort dem Täter gegenüberstand und schließlich überwältigte. Dies trübt für mich in gewisser Weise Scarpettas „Echtheit“, da sie schließlich nicht bei der Polizei beschäftigt ist. Dieser kleine Punkt konnte mich aber doch nicht davon abhalten, wirklich begeistert von diesem zweiten Teil der Reihe zu sein. Ich hoffe inständig darauf, dass die folgenden Bände ebenso spannend werden!


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